Chris Metzen verlässt Blizzard

Mit einem spektakulären Abschiedsbrief verabschiedet sich Chris Metzen in den Ruhestand. Ich gehe davon aus, dass keiner Azeroth – so wie wir es kennen – so geprägt hat, wie Chris. Mit 42 wird er sich der Familie widmen, nachdem er über 20 Jahre an einer der erfolgreichsten Spiele-Schmieden mitgearbeitet hat.

Nicht alles an der W-Geschichte war okay, viele Ecken und Kanten und so einige Schwachstellen. Aber insgesamt hat das Warcraft-Universum die Güteklasse vieler anderer Universen (Star Wars, Star Trek, GoT, D&D, Elder Scrolls) erreicht und zum Teil für mich auch übertroffen.

Btw, schön in 2016 mal einen Nachruf für jemanden zu schreiben, der nicht gestorben ist.

Vielen Dank und mach’s gut, Chris!

Into the high mountains

106. Zwei Gebiete durch, 3 sind noch offen. Nicht, dass mir die Geschwindigkeit wichtig wäre. Mit Azsuna habe ich nun auch das zweite, elfenlastige Gebiet durch. Wieder einmal liegt die Geschichte schwer auf dem Gebiet und erzählt, wie die Kaldorei vor tausenden von Jahren schließlich doch von der Magie korrumpiert wurden. Außerdem gibt es Drachen.

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Mein Freund Khadgar und ich

Das nächste Gebiet wird Highmountain sein – meine Berufsquest verlangt danach. Bevor ich das aber beginne, klopfe ich noch eben ein bisschen meine Klassenquest ab, die noch in Val’sharah hängt. Soweit überwiegt für mich das Positive: Sehr gute Erzählungen, tolle Gebiete, ein klein wenig Spannung, da man überall schon einmal eine Truhe finden kann (ich habe Handynotes ausgeschaltet – Artefaktmacht gibt’s auch so genug).

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Zwischendurch wird auch mal geangelt

Tanken

Der Druide gibt wie erwartet einen soliden Tank ab. Mittlerweile habe ich schon ein paar normale Dungeons durchlaufen – ohne Überraschung. Die Ironfur-Funktion zur Erhöhung der Rüstung innerhalb der Rota ist meines Erachtens allerdings nicht so gut gelungen. Wenn ich in die Nähe der 110 komme, muss ich mir mal die Logs anschauen, ich habe selten den Eindruck, dass sich ein spürbarer Effekt einstellt. Glücklicherweise ist Maul so unglaublich schwach, dass man lieber die 75%/150% Rüstung mitnimmt. Mal schauen, ob das ehemals so zentrale Maul durch die Artefaktwaffe später mehr Wert bekommt. Ansonsten könnten sie es auch rauslassen.

Dem Schwierigkeitsgrad nach sind alle kleinen Verliese nichts anderes als Schnupperkurse. Die Mechaniken werden grob vorgestellt und los geht’s. Ich laufe mit Wild Charge (30er) und Mighty Bash (60er), weil mir ein Interrupt mit Stun wichtiger ist, als andere CCs. Mit 106 ist für mich nun auch Violet Hold wieder auf, der ich bisher aber auch nicht nicht zugeteilt worden bin. Ich fand‘ VH damals ja immer etwas langweilig und bin schon interessiert, wie der Encounter jetzt abläuft.

Die Legion ist da!

Obwohl ich zuletzt den Eindruck hatte, die Legion wäre mit ihren Invasionen nicht so wirklich erfolgreich gewesen (alle, an denen ich teilgenommen hatte, wurden zurückgeschlagen), ist die Legion nun trotzdem in Azeroth. Irgendwer muss also furchtbar gescheitert sein, denn nun ist die Malaise groß.

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Dryk und die Klauen des Ursol

Aber die Situation hat auch gute Seiten: Ich habe mich für meinen neuen, alten Main entschieden und spiele Dryk, den Druiden, zuerst auf die 110. Für Nachtelfen-Rollenspieler hält die aktuelle Erweiterung tatsächlich einen furiosen Auftakt bereit. Wer einen N811en spielt, muss quasi zuerst auch die Val’sharah-Questlinie machen. Wer am Warcraft-Lore interessiert ist und vielleicht auch einen Guardian spielt, der wird in den ersten 4 Stunden seine helle Freude an Legion haben. Später schreibe ich mehr dazu, über Malfurion, Cenarius und Ysera (oh, my!), aber das dürfte an dieser Stelle spoilermäßig noch zu früh sein.

Die Artefakt-Waffenquest des Wächters ist auch großartig, ausbalanciert und nicht zu kurz. Die Geschichte ist schlüssig, obwohl es natürlich ein bisschen seltsam anmutet, dass eine derartige Waffe bisher nie in der Geschichte erwähnt wurde. Val’sharah selbst ist auch wunderschön, aber damit kommen wir auch zu den nervigen Sachen.

Nerv, nerv!

Wer hat denn bitte die Gebiete entworfen? Die Verschachtelungen und mehrfachen Ebenen, die eine Mini-Map im Grunde sinnlos machen, sind mir schon in der Guild Wars 2-Erweiterung furchtbar auf den Keks gegangen. Es wirkt fast so, als wollten die Level-Designer mit aller Macht versuchen, das Gelände selbst und die darin versteckten Dinge zu einer Herausforderung zu machen. Es frustriert nur ungemein, wenn man ewig auf einem Hang herumreitet, von oben, von unten und am Ende doch nur über ein Tunnelsystem an die auf der Mini-Map markierte Stelle gelangt. Bäää.

Artef**kte!

Ich habe die Artefakt-Quest mit dem Demon Hunter und dem Todesritter gemacht. Wie gesagt, die Wächter-Quest war fantastisch. Die Demon Hunter-Quest war so dermaßen unspektakulär, dass ich gar nicht begriffen habe, dass ich die Waffen jetzt hatte – okay, dafür hatte der DH im Pre-Patch ja schon die Intro-Questlinie.

Die Todesritter-Quest war grausamer Mist. Ich bin noch nie so oft in einem Solo-Szenario gestorben – und das mit einem Blut-Todesritter! Dem Unkaputtbar-Char überhaupt! Ich war drauf und dran, ihn noch vor Beendigung auf die Charakterauswahl zu verbannen. Es ging auch nicht darum, dass ich das nicht als Herausforderung empfunden hätte – es war einfach nicht möglich, mit einem 702er-iLevel da durchzuquesten. Mir scheint das Balancing und Scaling noch heftig im Argen zu sein.

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Die Legion ist da! Und hat gute und schlechte Seiten.

So far, ich finde den Start der Erweiterung wesentlich besser als LunaHexe, aber es gibt schon Höhen und Tiefen.

Illidari

Ich mag ja den Warcraft-Lore – schon immer. Auch, wenn er in einigen Zeiten echt cheesy und ziemlich facepalmig rüberkommt („I will fulfill my destiny!“). Vor allem die menschliche Rasse wird oft von Schmachtschinken-Fantasy geplagt. Und von Kung Fu Panda, der obligatorischen Parallel-Welt-Storyline (die für mich immer noch am unglaublichsten ist) und dem ganzen Eigen-Recycling (TBC > LEG), sowie der furchtbaren Gul’dan-laufen-lassen und Gul’dan-tötet-Wrynn-Geschichte will ich gar nicht sprechen.

Aber den Dämonenjäger, den haben sie jetzt mit einem eigenen Hintergrund-Video versehen und das ist absolut amtlich.

Werde wohl dann doch einen Dämonenjäger beginnen. Das Heldenklassen-Setting ist großartig und genauso dicht, wie das des Todesritters. Es gibt sie, die guten Geschichtenschreiber bei Blizz.

Also, wer für diese Comic-Inszenierungen zuständig ist, der kann sich von mir ’nen dicken Kuss auf die Wange geben lassen!

Karazhan 7.1

Oh! Jetzt bin ich überrascht. Scheinbar hat man bemerkt, dass fehlender Content keine gute Sache ist. Jedenfalls fühlt man sich nun bestärkt, Content mit Prio #1 zu liefern. Ich weiß nicht mehr genau, wann dieses „Zu wenig Content“-Feedback angefangen hat, es muss so etwa kurz nach dem Firstkill von Onyxia gewesen und seitdem nicht mehr abgerissen sein. Aber genug davon – das wissen alle, die dieses Spiel spielen und sie spielen es trotzdem.

Leider habe ich den Anschluss an das Blizzard-Team verloren. Ich weiß nicht mehr, wer wann wofür zuständig war oder ist. Das ständige Umkrempeln der Klassen und Balance lässt vermuten, dass regelmäßig jemand anderes hinter den Reglern sitzt. Man darf nicht vergessen, dass der Klassen-Neubau auch immer zwei Aspekte mit sich bringt:

  • Das Spiel fühlt sich selbst für die gelangweilten Haudegen wieder neu an und ich habe endlich einen Grund, im /2 zu heulen: „Meine Klasse macht zu wenig/zu viel Schaden. Ich bin total generft/gebufft. Habt ihr das auch?“ – gestern noch gelesen.
  • Durch Umbau der Klassen können alte Encounter-Mechaniken wieder als neue Herausforderungen gebaut werden, weil man die Skills, die man zum Kontern dieser Mechaniken hatte, auf einmal nicht mehr besitzt. Dungeonbuilding 101.

Ich habe noch kein Spiel erlebt, wo an der Balance ständig so rumgeschraubt wurde. Das sieht nach Methode aus und soll aus meiner Sicht die inhaltliche Dürre verschleiern. Aber das ist okay. Man bekommt praktisch ein neues Spiel in einer Welt, die man doch in- und auswendig kennt.

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Zurück in den Turm

Wie auch immer: Karazhan it is. Ich habe prinzipiell gute Erinnerungen an Karazhan. Es war eine Zeit, in der ich kurz darauf mal wieder in eine Pause ging, das weiß ich noch. Es war leider auch eine Zeit des großen Gilden-Sterbens (40>25>20>10 anyone). Es war auch Server-Hüpfen-Zeit. Aber grundsätzlich mochte ich die für heutige Verhältnisse dichte Storyline um Medivh und seinen Turm. Ich gehe mal davon aus, dass Kara damals und Kara heute allerdings außer der Örtlichkeit nicht viel gemeinsam haben werden. Aber eine abendfüllende 5er könnte ich mir gut vorstellen. Und wenn Patch 7.1 tatsächlich mit dem Legion-Launch auf die PTRs geht? So sind wir ja noch nie verwöhnt worden, Blizzard!

Ich dachte, Moroes wäre tot … oh, wait …

Aber hinter vorgehaltener Hand: Wenn das stimmt, was der gute Slootbag da sagt, bekommen wir eine riesige 5er (9 Bosse) direkt unter Dalaran, ganz im Stil der Blackrock-Tiefen, die ich gerade mit meiner jungen Schamanin nochmal besucht habe (meine Güte, klingt das anrüchig!). Normalerweise würde ich davon ausgehen, dass der Patch erst kurz vor der Wintersaison an den Start geht, andererseits müsste das neue Kara ja raid-attunement sein, sprich: Man sollte durch Kara durch sein, wenn der Winter beginnt (so oft wie früher muss man ja mit Marken und Ausrüstungs-Rohitems und Spezialisierungs-Drops nicht mehr).

Das bedeutet: Wir bekommen einen Pre-patch, der uns das Gold aus der Garni nimmt, aber dafür eine neue Klasse (inkl. Startquest), ein Szenario, neues Glyphen-System, jede Menge Lore und neue Faction-Führer, regelmäßige Events, 701er-Chars und ein Versteckspiel und weitere kleine Story-Quest-Häppchen liefert. Dann launcht Legion mit leveln bis 110 und neuen Berufen (und allem was sonst noch so kommt). Wenn dann auch die Langsameren oder die Schnelleren mit ihrem 3. oder 4. Alt auf 110 sind, kommt der große 5er in Kara und noch „a small raid between Nightmare and Nighthold, that wraps up the Stormheim storyline„.

So viel Content und Glück ist schwer zu glauben. Da muss doch ein Haken an der Sache sein.

Dalaran

Da hatte ich doch gedacht, bis zum Erscheinen der Erweiterung gäbe es nur noch ein paar Rest-Invasionen und Twinks, da belehrt mich der nervige Diener Khadgars eines Besseren. Erst dachte ich, er wolle mir nur auf seine unnachahmlich-aufdringliche Weise die Ring-Quest wieder andrehen, die ich in Ansicht des fast schon frechen Grindes einfach abgelehnt hatte. Nein, er schickt mich nach Dalaran – an den neuen Standort.

Eine Anmerkung nebenbei: Ich habe den Beitrag etwas verzögert, um nicht allzu sehr zu spoilern.

Ich konnte die Kirin Tor noch nie leiden. Darum bin ich im Herzen auch Druide. Ich verabscheue, wie sehr die Magie die Kreaturen korrumpiert. Aber schöne Städte bauen, das können se, die Magier. Gut, nun also über der zentralen Kreuzung der Leylinien liegt Dalaran – über Medivhs altem Häuschen. Und wir sind wieder mal die letzte Hoffnung. Wenn das der Varian noch erleben könnte. Der würde uns den Hals umdrehen. Die kleine Solo-Questreihe führt einen sehr tief und überraschend unterhaltsam in den WoW-Lore – du meine Güte, da hätte ich nicht mit gerechnet, Magni.

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Das Ende läßt einen dann allerdings wieder ziemlich alleine und schreit geradezu nach Fortsetzung. Oder ich habe was übersehen. Jedenfalls stehe ich jetzt in Dalaran und schaue den Dämonen beim Angriff zu.

Scheinbar werden wir jetzt mit Sylvanas ein Bündnis eingehen. Die neue Warchief, die Gilneas der Plage aussetzen wollte, die Southshore in eine Kulisse für einen Giftmüllskandal verwandelte, Liams Mörderin, ist auf einmal geläutert und einem Bund mit der Allianz gegenüber aufgeschlossen? Unglaublich. Ich bin gespannt, wann und wie es weitergeht.

Ein kleiner Tipp noch: Bevor man die Quest beginnt, schaut euch die Vorgeschichte durchaus toll gemachten Comic-Stil an.

Elixier der Dämonenentdeckung

Ich mag Felwood. Die uralten Bäume, die schönen Wege und die Ruinen lassen das Paradies erahnen, das hier einst war – vor der Brennenden Legion. Gul’Dans Schädel hat das Land korrumpiert, die Lebewesen entstellt. Es wäre doch ein großartiger Twist, wenn Illidan, der Gul’Dans Schädel verschlungen hatte, nun in Legion in der Lage ist, das Land zu heilen. Aber das wäre zuviel Gutes für eine ansonsten schreckliche Welt. Katastrophen und Dramen verkaufen sich immer besser als Heilung und Verbesserung.

Vor vielen Jahren habe ich hier zwischen Level 50 und 60 ziemlich viel Zeit verbracht – wie wahrscheinlich viele Chars, es gab ja sonst nicht viele Gebiete zum leveln. Heute kommt keiner mehr her. Keiner? Gerade während des Pre-Patches ist Felwood noch einmal in das Interesse der Spieler gerückt. Denn dort gibt es jede Menge Gromsblut für das Elixier der Dämonenentdeckung.

Für die laufenden Events bis Ende August ist das Elixier heiß begehrt, denn es verspricht die Aussicht auf ein paar seltene Items, die jetzt während des Pre-patches gesammelt werden können. Gut, dass Blizzard uns immer wieder was zu tun gibt!