Wöchentliche Rundschau #1637

Wie jede Woche gibt es hier eine Liste cremiger Links zu unser aller derzeitigem Lieblings-Spiel.

Die Rundschau #1637

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Chris Metzen verlässt Blizzard

Mit einem spektakulären Abschiedsbrief verabschiedet sich Chris Metzen in den Ruhestand. Ich gehe davon aus, dass keiner Azeroth – so wie wir es kennen – so geprägt hat, wie Chris. Mit 42 wird er sich der Familie widmen, nachdem er über 20 Jahre an einer der erfolgreichsten Spiele-Schmieden mitgearbeitet hat.

Nicht alles an der W-Geschichte war okay, viele Ecken und Kanten und so einige Schwachstellen. Aber insgesamt hat das Warcraft-Universum die Güteklasse vieler anderer Universen (Star Wars, Star Trek, GoT, D&D, Elder Scrolls) erreicht und zum Teil für mich auch übertroffen.

Btw, schön in 2016 mal einen Nachruf für jemanden zu schreiben, der nicht gestorben ist.

Vielen Dank und mach’s gut, Chris!

Legion Companion App

Die Legion Companion App ist seit gestern Abend im iTunes Store. Die Idee ist prinzipiell sehr gut: Aus einer App heraus kann ich meine Ordenshallen-Aufträge steuern, weitere Champions und Truppen anheuern, mich über Worldquests informieren und weitere Fähigkeiten erforschen. Zum ersten Mal ist mir das auf diese Art im F2P-MMO Neverwinter von Cryptic Studios begegnet, wo ich Berufsaufgaben per Browser steuern konnte. Blizzard selbst hatte ja auch schon mit der Armory-App Zugriff auf Auktionen zugelassen.

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Von vielen wird das Ding als das fehlende Draenor-Feature angesehen – ich denke da nicht so. Grundsätzlich ist es aber recht praktisch, kann ich doch tatsächlich meine Aufträge in den Class Halls schön von unterwegs aus steuern. Das kommt vor allem Gelegenheitsspielern entgegen, die nicht ständig den Client offen haben oder im Spiel sind.

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Über das iOS-Nachrichtensystem auch schön integriert: Die AppleWatch. So verpasse ich auch nicht, wenn ein Auftrag abgeschlossen ist.

Nachteile

Ich muss meinen Authenticator immer mit mir rumschleppen, wenn ich mich anmelden will. Blizzard-Accounts haben schon lange einen sehr hohen Sicherheitsbedarf, darum ist das Anmeldesystem zwar augenscheinlich recht sicher, aber sehr umständlich. Wenn ich das jetzt immer in der App machen muss, wird das ein bisschen viel und widerspricht dem „App-Gefühl“. Bin ich im Spiel, kann ich wiederum die App nicht benutzen, da ich damit meinen Spiel-Client auslogge.

Fazit

Ein schönes Ding zum Ausprobieren – mit leichten Schwächen. Ich werde mal berichten, wie sich das Ding nach 2-3 Wochen Benutzung anfühlt.

Gelegenheitsspiel

Jetzt habe ich schon viele Videos und Posts von Spielern gesehen, die schon längst mystisch unterwegs sind. Ich bin mit meinem iLevel 807 immer noch im Gelegenheitsmodus. Für meine Verhältnisse spiele ich schon oft, aber ich lasse auch schon einmal einen Tag aus oder mache Dinge, die nicht zwangsweise auf das Hero-Threshold von 810 hin arbeiten.

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In unserer kleinen 4,5-Mann-Gilde befinden sich alle an der 110 und wir besuchen die Dungeons. Ich stehe im Grunde vor Suramar und werde dort heute Abend dort das Questen beginnen. Ich habe noch ca. 1500 Punkte bis Freundlich mit den Nachtheinis und bis die Weltquests beginnen.

110

Sonntag, 07:12 morgens. Eine Woche hat es gedauert: Ich bin 110 mit Dryk, dem Druiden, meinem Main. Ich habe keine Eile gehabt, aber auch nicht nur ausschließlich gelevellt: Ich habe den Dungeonfinder benutzt, um mir die Dungeons schon einmal anzusehen, auch wenn ich mal keinen Auftrag dafür hatte. Ich habe meine Berufe fleißig weitergebracht – und dafür auch mal den Levelling-Fluss unterbrochen. Ich habe mir immer Zeit genommen, die Zonen auch wirklich bis zum Ende zu questen und auch die Bonus-Ziele gemacht. Ich empfand die Geschwindigkeit als angenehm.

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Der Nachthimmel über Thunder Totem

Jetzt habe ich immer noch etwas Highmountain und 2 weitere Zonen, Stormheim und Suramar, vor mir. Meine Berufe sind auch alle noch weit von der 800 entfernt und ich werde bestimmt noch nicht auf meinen zweiten Char wechseln (zumal das auch ein Tank ist). Die Scaling-Geschichte – und damit die freie Zonenwahl – war eine sehr gute Idee. WoW hat das nicht erfunden, aber dann war es eben eine gute Idee, das zu klauen. Das stimmt mich zuverlässig für meinen zweiten und dritten Char, denn mit dem kann ich dann die Zonen wählen, die ich jetzt noch nicht zu ausgiebig gelaufen habe oder die ich am besten fand.

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Mrglmrglmrrrrgl.

Kleines Fazit

Mit meinem Nachtelfen die beiden Kaldorei-Gebiete zuerst zu spielen, war eine sehr gute Idee. Ein dichter Wald aus guten Geschichten und Abenteuern, viel Hintergrund zur Vergangenheit und immer das Gefühl, tief in die Historie Azeroths verwoben zu sein, lassen mich jetzt die Levelphase mit sehr positivem Eindruck zu Ende führen. Noch steht eine Fraktion noch nicht freundlich da und die Berufe brauchen auch noch was, aber bisher hat mich Legion noch nicht losgelassen.

Die 4 Dungeons, die ich bisher gesehen habe, sind solide – mit einem klaren Favoriten: Halls of Valor. Ich werde den Dungeonfinder jetzt immer wieder verwenden, um auch die anderen Verliese zu sehen. Außerdem winkt da ja auch schon das iLvl-Threshold von 810 für die heroischen Abenteuer.

Genug zu tun also – und das nur bei einem Char. Ich freue mich auf die nächsten Tage.

Into the high mountains

106. Zwei Gebiete durch, 3 sind noch offen. Nicht, dass mir die Geschwindigkeit wichtig wäre. Mit Azsuna habe ich nun auch das zweite, elfenlastige Gebiet durch. Wieder einmal liegt die Geschichte schwer auf dem Gebiet und erzählt, wie die Kaldorei vor tausenden von Jahren schließlich doch von der Magie korrumpiert wurden. Außerdem gibt es Drachen.

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Mein Freund Khadgar und ich

Das nächste Gebiet wird Highmountain sein – meine Berufsquest verlangt danach. Bevor ich das aber beginne, klopfe ich noch eben ein bisschen meine Klassenquest ab, die noch in Val’sharah hängt. Soweit überwiegt für mich das Positive: Sehr gute Erzählungen, tolle Gebiete, ein klein wenig Spannung, da man überall schon einmal eine Truhe finden kann (ich habe Handynotes ausgeschaltet – Artefaktmacht gibt’s auch so genug).

dryk-angeln

Zwischendurch wird auch mal geangelt

Tanken

Der Druide gibt wie erwartet einen soliden Tank ab. Mittlerweile habe ich schon ein paar normale Dungeons durchlaufen – ohne Überraschung. Die Ironfur-Funktion zur Erhöhung der Rüstung innerhalb der Rota ist meines Erachtens allerdings nicht so gut gelungen. Wenn ich in die Nähe der 110 komme, muss ich mir mal die Logs anschauen, ich habe selten den Eindruck, dass sich ein spürbarer Effekt einstellt. Glücklicherweise ist Maul so unglaublich schwach, dass man lieber die 75%/150% Rüstung mitnimmt. Mal schauen, ob das ehemals so zentrale Maul durch die Artefaktwaffe später mehr Wert bekommt. Ansonsten könnten sie es auch rauslassen.

Dem Schwierigkeitsgrad nach sind alle kleinen Verliese nichts anderes als Schnupperkurse. Die Mechaniken werden grob vorgestellt und los geht’s. Ich laufe mit Wild Charge (30er) und Mighty Bash (60er), weil mir ein Interrupt mit Stun wichtiger ist, als andere CCs. Mit 106 ist für mich nun auch Violet Hold wieder auf, der ich bisher aber auch nicht nicht zugeteilt worden bin. Ich fand‘ VH damals ja immer etwas langweilig und bin schon interessiert, wie der Encounter jetzt abläuft.

Dungeon time!

Jetzt, wo alles skaliert, brennt auch der Dungeon Finder. Für einen Almosen und etwas Artefakt-Power kann sich sofort jeder für die unteren 4, also 98-110er Legion-Dungeons anmelden: Darkheart Thicket, Eye of Azshara, Halls of Valor und Neltharion’s Lair.

Halls of Valor

Beim ersten Mal wurde ich den Halls of Valor zugewiesen, die Vrykul/Walhalla-Instanz. Da hat Blizz aber mal so alles geklaut, was in den nordischen Sagenwelten nicht bei 3 auf den Bäumen war. Das finde ich jetzt nicht so dolle, der lustige Referenz-, Cameo- und Easteregg-Faktor ist hier bei weitem überschritten – und dann auch gar nicht mehr so lustig.

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Aber die Instanz ist großartig. Die Encounter sind spaßig, die Instanz selbst ziemlich kurz – man trifft allerdings auch nicht wirklich auf Probleme. Die Trinkgelage-Mechanik habe ich noch nicht ganz begriffen, irgendwie kann man da mit den Bierkrügen ja eine Prügelei triggern. Wir dachten, so kommen wir da durch, aber am Ende haben wir trotzdem den halben Raum gepullt. Glücklicherweise ist der Bär im Moment wirklich OP und der Worgen-Heiler wußte auch sehr gut, was er zu tun hatte.

Einziger Kritikpunkt: Vielleicht ist sie einen Tick zu leicht, aber das hatten die Devs ja schon angekündigt:

  • Normal = schnuppereasy
  • Hero = das frühere „Normal“
  • Mystisch = Hero
  • Mystisch+ = Challenge

Darum bin ich jetzt schon ein bisschen gespannt, wie sich HoV in den schwierigeren Leveln spielt.

Netharion’s Lair

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Netharion’s Lair war etwas unspektakulär. Viele Melee-Mobs, viel Weggeschubse, ein paar doofe AoE-Dinger, aber grundsätzlich keine Überraschungen. Wegfindung ist manchmal nicht so einfach. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass die Mobs hier das größte Nerv-Potenzial haben, wenn man in Hero oder Mystisch hier reingeht.

Darkheart Thicket

Tyrande und Malfurion sind der Grund unseres Besuches im Darkheart Thicket, das Dungeon schließt die Questreihe in Val’sharah ab und damit eine der besten Geschichten-Questlinien, die ich seit langer Zeit gespielt habe.

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Am Ende dürfen wir unsere über die Geschichte aufgebaute Wut an einer Manifestation von Xavius auslassen. Aber diese Auseinandersetzung ist noch nicht zu Ende! Die Korruption des Smaragdgrünen Traums muss in den Griff zu kriegen sein.

Die Instanz selbst spricht mir nicht so zu. Pflanzen, ein bisschen verschachtelt, korrumpierte Geschöpfe, viel Gift und viele area effects (raus da!). Für einen Tank etwas unübersichtlich, aber Reiten ist unter freiem Himmel erlaubt. Irgendwie haben wir den Abzweig zum optionalen 2. Boss (Dresaron) verpasst und sind da hinterher nicht mehr hingekommen (man springt in ein tieferes Gebiet). Einige aus der Gruppe wollten da schnell durch und wir haben uns nicht so viel Mühe gegeben.

Alles in allem ist Halls of Valor wirklich fantastisch – bei den anderen warte ich die schwierigeren Modi ab. Wir werden mal sehen, was die dann so können.

Die Legion ist da!

Obwohl ich zuletzt den Eindruck hatte, die Legion wäre mit ihren Invasionen nicht so wirklich erfolgreich gewesen (alle, an denen ich teilgenommen hatte, wurden zurückgeschlagen), ist die Legion nun trotzdem in Azeroth. Irgendwer muss also furchtbar gescheitert sein, denn nun ist die Malaise groß.

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Dryk und die Klauen des Ursol

Aber die Situation hat auch gute Seiten: Ich habe mich für meinen neuen, alten Main entschieden und spiele Dryk, den Druiden, zuerst auf die 110. Für Nachtelfen-Rollenspieler hält die aktuelle Erweiterung tatsächlich einen furiosen Auftakt bereit. Wer einen N811en spielt, muss quasi zuerst auch die Val’sharah-Questlinie machen. Wer am Warcraft-Lore interessiert ist und vielleicht auch einen Guardian spielt, der wird in den ersten 4 Stunden seine helle Freude an Legion haben. Später schreibe ich mehr dazu, über Malfurion, Cenarius und Ysera (oh, my!), aber das dürfte an dieser Stelle spoilermäßig noch zu früh sein.

Die Artefakt-Waffenquest des Wächters ist auch großartig, ausbalanciert und nicht zu kurz. Die Geschichte ist schlüssig, obwohl es natürlich ein bisschen seltsam anmutet, dass eine derartige Waffe bisher nie in der Geschichte erwähnt wurde. Val’sharah selbst ist auch wunderschön, aber damit kommen wir auch zu den nervigen Sachen.

Nerv, nerv!

Wer hat denn bitte die Gebiete entworfen? Die Verschachtelungen und mehrfachen Ebenen, die eine Mini-Map im Grunde sinnlos machen, sind mir schon in der Guild Wars 2-Erweiterung furchtbar auf den Keks gegangen. Es wirkt fast so, als wollten die Level-Designer mit aller Macht versuchen, das Gelände selbst und die darin versteckten Dinge zu einer Herausforderung zu machen. Es frustriert nur ungemein, wenn man ewig auf einem Hang herumreitet, von oben, von unten und am Ende doch nur über ein Tunnelsystem an die auf der Mini-Map markierte Stelle gelangt. Bäää.

Artef**kte!

Ich habe die Artefakt-Quest mit dem Demon Hunter und dem Todesritter gemacht. Wie gesagt, die Wächter-Quest war fantastisch. Die Demon Hunter-Quest war so dermaßen unspektakulär, dass ich gar nicht begriffen habe, dass ich die Waffen jetzt hatte – okay, dafür hatte der DH im Pre-Patch ja schon die Intro-Questlinie.

Die Todesritter-Quest war grausamer Mist. Ich bin noch nie so oft in einem Solo-Szenario gestorben – und das mit einem Blut-Todesritter! Dem Unkaputtbar-Char überhaupt! Ich war drauf und dran, ihn noch vor Beendigung auf die Charakterauswahl zu verbannen. Es ging auch nicht darum, dass ich das nicht als Herausforderung empfunden hätte – es war einfach nicht möglich, mit einem 702er-iLevel da durchzuquesten. Mir scheint das Balancing und Scaling noch heftig im Argen zu sein.

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Die Legion ist da! Und hat gute und schlechte Seiten.

So far, ich finde den Start der Erweiterung wesentlich besser als LunaHexe, aber es gibt schon Höhen und Tiefen.